Wohnen darf nicht krank machen!

Wohngesundheit

Geprüfte Lebensmittel sind heute Standard. Spielzeug darf nur nach strengen europäischen Richtlinien produziert und vermarktet werden. Und selbst beim deutschen liebsten Kind wird ganz genau hingeschaut. Ein großer schwäbischer Automobilbauer legt Emissionsgrenzwerte für Materialien fest, die für Bauteile im Fahrgastraum verwendet werden. Heute befinden sich rund 8000 von einer Fachabteilung freigegebene Interieurmaterialien in einer Datenbank, aus der Designer und Entwickler wählen können. Damit machen die Automobilbauer alles richtig und vielen etwas vor. Der PKW ist fast unser zweites Zuhause geworden. Immerhin 2 Jahre und 6 Monate seines Lebens verbringt der Bundesbürger durchschnittlich im Auto. Wobei die Luftwechselrate in einem Auto durchaus höher sein dürfte, als in unseren immer dichter werdenen Häusern. Gasförmige Schadstoffe, die dennoch aus den Materialien ausdünsten, verflüchtigen sich im Auto also recht schnell. Das damit im Zusammenhang stehende sogenannte „fogging“ bei Neuwagen ist ein durchaus bekanntes Problem.

Doch wie steht es um wohngesunde Baustoffe? Gesunde Lebensphilosophien sind en vogue, Bauherren achten zunehmend auf wohngesunde Baustoffe. Wohngesund bedeutet dabei kurz und einmal ganz bewusst unwissenschaftlich gesagt, dass uns unsere Gebäude nicht krank machen dürfen. Dabei ist die Idee nicht wirklich neu. Der Chemiker Max Pettenkofer hat schon im 19. Jahrhundert darauf hingewiesen, „dass schlechte Luft die Quelle vieler chronischer Leiden ist und dass sie sicherlich einen großen Anteil an den Volksübeln … hat.“ Anders als damals verbringen wir deutlich mehr als die Hälfte unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Und unsere Wohnungen und Häuser sind deutlich dichter als früher. Unsere eigenen vier Wände sollen Rückzugsorte sein, die Geborgenheit vermitteln und unser Wohlbefinden stärken sollen. Fatal, wenn wir mit Ausdünstungen, Strahlungen, Schadstoffe oder giftigen Emissionen in Berührung kommen und diese uns krank machen würden.

Deshalb sollten die Schadstoffkonzentrationen in allem, was uns umgibt, so gering wie möglich sein. Auch weil die Vielzahl der uns umgebenden Stoffe teils unbekannte, auch schädliche, Wechselwirkungen haben können. Wir sollten also immer genau hinsehen, aber auch differenziert in alle Richtungen denken. Hier einmal ein einfaches Beispiel: Rund 85 Prozent aller erwachsenen Deutschen haben Zahnfüllungen. Zahnärzte schätzen, dass etwa 40 Prozent davon aus Amalgam bestehen. Eine große Hausnummer, diese Zahlen sitzen erst einmal! Quecksilber, landläufig ein Schadstoff. Der Krank macht. Immer? Nein, denn im Zahnamalgam enthalten, wurde bisher kein genereller Zusammenhang mit ernsten Gesundheitsbeschwerden belegt. Was macht Quecksilber nun zu einem ernstzunehmenden Schadstoff? Die Immobilität des eigentlich giftigen Schwermetalls Quecksilbers durch eine „chemische Verbindung“ im Zahnamalgam führt dazu, dass es hier dem menschlichen Körper eher nützt statt schadet.

Die Automobilindustrie macht sich Gedanken über schädliche Emissionen, über Wechselwirkungen und über die Toxizität von Bauteilen. Das muss auch unser Anspruch in der Baustoffindustrie sein. Deswegen haben wir bei Xella uns sehr strenge Kontrollen auferlegt. Darum haben wir nicht nur einzelne Baustoffe auf gesundheitlich bedenkliche Emissionen und Inhaltsstoffe prüfen lassen, sondern unser ganzes Multipor System. Das unabhängige und seriöse eco-Institut schaute sich ganz genau an, was in Kleber, Dämmplatte und Oberputz enthalten ist. Die gute Nachricht dabei ist: Der Schadstoffgehalt eines Baustoffes lässt sich relativ leicht messen und transparent darstellen. Das Multipor Dämmsystem erfüllt die Anforderungen des eco-Instituts, ist schadstofffrei und weist keine gesundheitsschädlichen Emissionen auf.

Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Gerne können uns andere Dämmstoffhersteller nachahmen, die zum Teil nur Ihre Dämmplatten prüfen lassen, nicht aber Systeme. Mit den hervorragenden Ergebnissen und dem Gütesiegel können sich Planer und Bauherren für ein emissionsarmes Innendämmsystem entscheiden. Das besteht im Übrigen im wesentlichen aus den mineralischen Rohstoffen Kalk, Sand und Zement. Wohngesundheit lässt sich heute also gezielt planen, wenn bei der Baustoffauswahl auf gesundheitlich bedenkliche Emissionen und Inhaltsstoffe geachtet wird. Eine Prüfung und Zertifizierung dieser Eigenschaft wird für Baustoffe künftig so selbstverständlich sein wie heute die Liste der Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln oder die Datenbank für Interieurbauteile beim großen schwäbischen Autobauer.

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