Heiß diskutiert - Systemvergleich WDVS

Heiß diskutiert – Gastkolumne von Matthias Hofmann, Vertriebsleiter Multipor

Eine Gastkolumne von Matthias Hofmann, Vertriebsleiter Multipor

Was war das für ein mediales Treiben in der letzten Zeit. Kaum eine Woche verging, in der nicht über Sinn bzw. Unsinn des Wärmedämmens in der Presse zu lesen war. Zu teuer, zu ineffektiv, mangelhafte Materialien oder zu wenig nachhaltig waren die Kritikpunkte. Dass das nicht auf alle Dämmstoffe zutrifft, ging oftmals unter. Ganz im Gegenteil. Die Kritik am Wärmedämmen war zugleich Werbung für mineralische Dämmstoffe. Mit folgendem Effekt: mehr als eine Million Quadratmeter Multipor Wärmedämmverbundsystem wurde als Reaktion auf die anhaltende Diskussion in den vergangenen Jahren geliefert und verbaut.

Ich wäre kein guter Verkäufer, wenn ich nicht auf die Vorteile mineralischer Dämmstoffe eingehen würde. Sie brennen nicht, sind ressourcenschonend und damit nachhaltig. Und auch Veralgung bzw. Pilzbefall sind bei diesen Dämmsystemen keine Themen. Und – viele lächeln darüber – sie sind spechtsicher. Der Specht hat eine Vorliebe für frisch gedämmte Häuserfassaden. Mit seinem sehr harten Schnabel hackt er große Löcher in andere Dämmstoffe, zum Beispiel in Polystyrolplatten. Die Schäden sind oft hoch. Durch die Löcher dringt Feuchtigkeit in die Dämmschicht ein. Einmal nass geworden, wird die Dämmung zur Kältebrücke, die die Wärme aus dem inneren des Gebäudes schnell nach außen leitet. Für manche Hauseigentümer, die an ihren Häusern ein WDVS angebracht haben, werden die Vögel gar zum finanziellen Problem. Manche Eigenheimbesitzer stellen fest, dass die Spechte binnen Wochen eine Investition von einigen Tausend Euro und mehr beschädigen können. Aber auch andere Tiere wie zum Beispiel Mäuse oder Ameisen sind in der Lage, Schäden anzurichten. Die wohlige Wärme innerhalb der Dämmung lässt viele Tiere genau dort ein neues Zuhause suchen. Nester und durch die Dämmschichten gegrabene Gänge sind die Folgen. Wer verhindern will, dass die Vögel und andere Tiere Löcher in die Fassade hacken, sollte sein Haus mit mineralischen Systemen dämmen. Für den Specht erscheint eine mit Multipor gedämmte Fassade als massive Wand. Er hat absolut kein Interesse, dort zu nisten oder nach Futter zu suchen. Probieren sie es doch einmal selbst aus und machen Sie den Klopftest. Schnell werden Sie den Unterschied zwischen mineralischen und anderen Dämmsystemen spüren und hören.

Wir rechnen fest damit, dass Sicherheitsauflagen und Umweltbestimmungen noch strenger werden. Ein Beispiel aus der Schweiz. Hier werden nun Fungizide, die Putzen beigemischt werden, um Pilzbefall an gedämmten Außenfassaden zu verhindern, verboten, da sie das Grundwasser belasten. Eine Problematik, die es bei mineralischen Dämmsystemen nicht gibt. Die Verschärfung der Brandriegel-Regeln bei schwer entflammbaren WDV-Systemen verunsicherte zuletzt viele verarbeitende Betriebe und den Handel. Mineralische Systeme haben den Vorteil, dass diese keine Brandriegel benötigen. Multipor-Verarbeiter können diese Regelung also getrost ignorieren. Dies tun wohl auch einige Handwerker, die andere Materialien verarbeiten! Wir beobachten verstärkt, dass die Vorgaben nicht auf jeder Baustelle eingehalten werden und die Fassade ohne umlaufenden Brandriegeln am Sockel, über dem Erdgeschoss und am Dach gedämmt werden. Ob Leichtsinn oder Unwissenheit, darüber lässt sich streiten. Fakt ist, dass die vom DIBT geforderten Brandriegel im ordnungsgemäßen Einsatz eh einen eher zweifelhaften Nutzen haben. Großversuche belegen, dass eine mit Brandriegeln versehene Fassade bereits nach 10 Minuten komplett versagt. Wäre es kein Versuchsszenario gewesen, hätte die Feuerwehr kaum eine Chance gehabt (Quelle: Dr. Peter Kuhn, Dr. Kuhn CONSULTING).

Und auch der Verbraucherschutz vor Umweltgiften in Baustoffen wird in Zukunft sicher noch an Bedeutung gewinnen. Die Multipor Dämmplatte ist mit Öko-Labels wie natureplus oder des eco-Instituts ausgezeichnet. Und ist somit ein Baustoff, der ökologisch unbedenklich ist. Ebenso in punkto Recycling oder beim sommerlichen Wärmeschutz – bei den aktuellen Klimaentwicklungen nicht unerheblich. Der Markt befindet sich also insgesamt in einem starken Wandel. Planer und Bauherren suchen nicht nur die kostengünstigste Lösung, sie erwarten verstärkt ökologische und rein mineralische Systemlösungen. Lösungen, die mittelfristig sicherlich zu den Gewinnern im Markt gehören werden.

Spechtschäden bei herkömmlicher Dämmung: Feuchtigkeit dringt ein
Spechtschäden bei herkömmlicher Dämmung: Feuchtigkeit dringt ein
Fassade mit herkömmlicher Dämmung locken Spechte zum Nestbau
WDVS mit Multipor: Spechtsicher, rein mineralisch und nicht brennbar
Fassade mit Multipor WDVS für Spechte uninteressant

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