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10 Fragen an... Dr. Holger Griebel, Leiter Produktmanagement

Fragen an Holger Griebel Produktmanagement Multipor

Offen, informativ, anregend – und mit einer ganz persönlichen Note – gewährt Dr. Holger Griebel Einblick in seine Arbeit. Er ist Leiter Produktmanagement Multipor bei der Xella Deutschland GmbH und verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Baubranche.

Was gibt es Neues bei Multipor?
Eine Neuerung halten Sie in der Hand, das neue Dämmbuch. Das Dämmbuch berät und gibt Anregungen für den Einsatz von Multipor. Neue Produkte sind die Sockeldämmplatte und das WI compact plus. Der Sockel eines Hauses wird stark beansprucht. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Dämmung dieses Bereichs. Die Multipor Sockeldämmplatte wird diesen Anforderungen auch durch die Nichtbrennbarkeit mehr als gerecht. Das Multipor Innendämmsystem WI compact plus erhöht an kritischen Stellen die Oberflächentemperatur und beugt so Schimmelpilzbefall vor. Neu sind zudem digitale Entwicklungen im Markt. Wir haben frühzeitig reagiert. Unsere Produkte sind BIM-ready.

Welche Vorteile sehen Sie in BIM?
Projekte egal welcher Größe können in nur einer einzigen Datei abgewickelt werden. Zudem schätze ich die offene Planungskultur. Das Modell ist mit seinen Dimensionen allen immer zugänglich.

Wird sich BIM mittelfristig durchsetzen?
Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Die Überwindung der Schwellenangst ist zunächst einmal die größte Hürde. Aber man sollte einfach anfangen und Erfahrungen sammeln. Bei Schwierigkeiten gibt es genügend Anlaufstellen, die Starthilfe und Austausch anbieten. Gerne beraten auch unsere Multipor Fachleute.

Was ist zu erwarten von der EnEV 2017?
So wie es sich abzeichnet, wird unter anderem ein projektbezogener Wärmebrückenzuschlag eingeführt. Dem schauen wir gelassen entgegen. Wir haben einen hervorragenden Dämmstoff, wärmebrückenarme Dämmlösungen, Konstruktionsbeispiele und einen digitalen Wärmebrückenkatalog. Im Bedarfsfall und in Spezialfällen beraten und helfen unsere Fachleute gerne.

Sind die Diskussionen um den Brandschutz bei WDVS beendet?
Ja, definitiv. Die technischen Vorgaben sind in den Zulassungen formuliert. Bei bestimmten Dämmstoffen und Gebäudehöhen sind jetzt Brandriegel vorgeschrieben. Es bleibt allerdings die Frage nach der Komplexität bei Einbau und späterem Recycling. Besser ist es, nur ein nicht brennbares Dämm-Material für die gesamte Fassade vom Sockel bis zum Dach zu verwenden. Damit erübrigt sich das Thema Brandriegel.

Welche Objektgrößen laufen beim WDVS besonders gut bzw. schlecht?
Wir punkten in vielen Anwendungsbereichen, vom Einfamilienhaus bis zu Großobjekten von öffentlichen Auftraggebern, und zunehmend auch bei Wohnungsbaugenossenschaften und Investoren, die auf Wertstabilität ausgerichtet sind. Diese Zielgruppen brauchen vor allem Sicherheit. Und keine bösen Überraschungen beim Rückbau oder bei der Entsorgung der Baustoffe.

Was unternimmt Multipor in Bezug auf echte Materialkreisläufe?
Wir sammeln auf der Baustelle Verarbeitungsreste und führen diese der Produktion zu. Hierfür stellen wir Multipor Big Bags zur Verfügung. So geht fast nichts verloren, der Kreislauf schließt sich.

Warum sollte sich ein Bauherr für Multipor entscheiden?
In der Innendämmung sorgt Multipor für ein ausgeglichenes Raumklima. Schimmelpilze haben keine Chance, da Multipor als Feuchtepuffer wirkt und der Oberfläche Wasser entzieht. Genauso verhält es sich beim WDVS. Was rasch abtrocknen kann, wird weniger befallen. Deshalb brauchen Multipor Dämmplatten und Systeme mit mineralischen Oberputzen keine biozide Ausrüstung. Multipor ist also baubiologisch absolut unbedenklich.

Zwei Sätze zum neuen Dämmbuch?
In der Branche gehören Veränderungen dazu: neue Regelungen, unbekanntes Terrain (BIM) und veränderte Kundenanforderungen. Diesen Veränderungen werden wir mit der zweiten Auflage des Dämmbuchs gerecht.

Welche Trends zeichnen sich in der Baubranche noch ab?
Ganz klar die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Hierzu gehört nicht nur BIM, sondern beispielsweise auch Produktionsprozesse. Wer hier schnell umstellt, wird daraus einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Zu weiteren Themen aus dem Multipor Dämmbuch | 2. Auflage