Mit Fassadendämmung ansprechend gestalten

Fassadendämmung

Faktencheck 13: „Wärmedämmung verunstaltet Gebäude.“

Kann eine Fassade trotz Dämmung optisch attraktiv sein? Diese Frage beschäftigt die Medien und wird emotional diskutiert. „Das ist das Ende der Baukultur!“ – das ist eine Aussage, die auf die starke Ablehnung von Fassadendämmungen hindeutet. Es wird unterstellt, es sei Ziel der Dämmstofflobby, jedes Fachwerk und jeden Gründerzeitbau hinter einer gesichtslosen Dämmstoffschicht verschwinden zu lassen. Ja, es gibt solche Beispiele – genauso wie es genügend Exemplare uneinfühlsamer und misslungener Architektur gibt. Deshalb: Gute Gestaltung ist keine Frage der Wärmedämmung, sondern der kreativen Architektur.

Innendämmung lässt Fassade unberührt

Eine Alternative zur Fassadendämmung ist die Innendämmung, die sich anbietet, wenn Fassaden – wie beim denkmalgeschützten Objekt – von außen nicht verändert werden sollen. Mit den neuen kapillaraktiven Dämmstoffen, die ein Austrocknen der Wand nach innen ermöglichen, haben die Risiken der Innendämmung deutlich abgenommen. Damit die Wärmebrückenwirkung minimiert und Schimmelprobleme bei verbleibenden Wärmebrücken verhindert werden, muss eine Innendämmung besonders sorgfältig geplant werden.

Entscheidet man sich für dicke, außenliegende Dämmschichten, so ist es wichtig auf die Laibungstiefe zu achten. Das erfordert meist eine Veränderung der Einbaulage der Fenster: Harmonische Proportionen werden gewahrt, wenn sie in die Dämmebene gerückt werden. Dies ist auch aus bauphysikalischen Gründen sinnvoll.

Ergebnis Faktencheck 13:

Fassadendämmung macht Häuser nicht zu gesichtslosen Objekten. Zahllose energetische Sanierungen zeigen, dass mit einer Dämmung attraktive Gestaltungen möglich sind. Auch Klappläden, Rollläden oder Schiebeläden können problemlos mit gedämmten Fassaden kombiniert werden.

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