Dämmstoffrecycling in der Entwicklung

Dämmstoffrecycling mit Multipor

Faktencheck 6: „Wärmedämmung wird zu einem großen Entsorgungsproblem.“

Je besser sich Materialien in ihre Einzelteile zerlegen lassen, desto gezielter und umweltfreundlicher lassen sie sich entsorgen – so auch ökologische Dämmstoffe. Doch oft ist eine Trennung nicht so einfach oder manchmal gar nicht möglich. Gerade bei Verbundkonstruktionen bleibt die Entsorgung eine Herausforderung unter ökologischen Gesichtspunkten. Grundsätzlich gilt: Je weniger Verklebungen, desto einfacher ist der Rückbau von gedämmten Konstruktionen. Hier sind hinterlüftete Konstruktionen mit lösbaren mechanischen Verbindungen klar im Vorteil.

Energieeinsparung  und Entsorgung
Die Lebenszyklus-Bilanz gibt einen deutlichen Hinweis auf die ökologische Verträglichkeit. Wie im Beitrag „Herstellung von Dämmstoffen“ schon erwähnt, ist die energetische Amortisation kurz und die Nutzungsdauer von ökologischen Dämmstoffen um ein Vielfaches länger. Dies rechtfertigt den Einsatz der Primärenergie bei der Herstellung. Zusätzlich zeigen zahlreiche Untersuchungen, dass die Lebenszyklus-Bilanz durch die Entsorgung kaum beeinflusst wird. Selbst – im schlechtesten Fall – bei einer Deponierung des Verbundsystems, hat dies kaum Auswirkungen auf das positive Ergebnis. Zum Rückbau von Wärmedämmstoffen hat das FIW, Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München, eine Metastudie verfasst.

Ergebnis Faktencheck 6:
Derzeit sind Verfahren zum stofflichen Dämmstoffrecycling in der Entwicklung. Werden Verbundsysteme nach der Nutzung thermisch verwertet, kann der im Baustoff gespeicherte Energieinhalt genutzt werden. Auf jeden Fall hat die energetische Einsparung – bezogen auf den gesamten Lebenszyklus von ökologischen Dämmstoffen – ein weitaus größeres Gewicht als die Herausforderung der Entsorgung.

Bei Multipor wird Recycling aktiv betrieben.
Erfahren Sie hier, wie.

PDF Download Ausgabe 9 "Dämmstoffrecycling in der Entwicklung"

Weiter zum nächsten Beitrag "Algenschutz bei der Fassadendämmung"

Zurück zum letzten Beitrag "Ökologisch dämmen lohnt sich"