Das Dämmbuch | 3. Auflage

Multipor Wärmedämm-Verbundsystem WAP Allgemeine Einführung und Planung 3.0 3.1 Multipor Sockeldämmplatte Das optimale Ergänzungsprodukt zur Fassadendämmung ist die Multipor Sockeldämmplatte (Tabelle 5). Sie ist massiv, witterungs­ beständig, hochwärmedämmend und wird der Baustoffklasse A1 zu­ geordnet, ist also nicht brennbar. In Verbindung mit einer Multipor Fassadendämmung entsteht so, vom Sockel bis zum Dach, ein ein­ heitliches Wärmedämm-Verbund­ system, das Wärmebrücken aus­ schließt und den Einbau lästiger und fehlerbehafteter Brandriegel unnötig macht. Die Vorteile der Multipor Sockeldämmplatte sind: ■■ Widerstandsfähig, auch unter härtesten Bedingungen ■■ Brennt nicht, glimmt nicht, raucht nicht ■■ Kein Materialwechsel im System, keine Wärmebrücken ■■ Einheitlicher Fassadenaufbau ■■ Einfach und sicher zu verarbeiten Die Multipor Sockeldämmplatte wird stets mit der mineralischen, Multipor Dichtschlämme verarbeitet (Tabelle 6). Brandschutz Das geplante Wärmedämm-Ver­ bundsystem (WAP/WDVS) muss sämtlichen Vorgaben zum Wärme- und Brandschutz entsprechen. Damit ist auch gebäudeabhängig zu prüfen, ob der verwendete Dämm­ stoff die landesbauaufsichtlichen Rahmenbedingungen (in der Regel die jeweils gültigen Landesbauord­ nungen) erfüllt. Unabhängig davon, in welchem Bundesland die Maß­ nahme umgesetzt wird, erfüllt das Multipor Wärmedämm-Verbund­ system WAP mit mineralischen Oberputzen als nicht brennbares System alle Anforderungen an den Brandschutz ohne aufwendige Lösungen wie Brandriegel. Es kann ideal durch die ebenfalls nicht brennbare Multipor Sockeldämm­ platte ergänzt und optimiert wer­ den. Für weitere Fragen finden Sie Ihren zuständigen Multipor Fachberater im Kontaktbereich unserer Internetseite unter www.multipor.de . Multipor Mineraldämmplatten WAP ermöglichen in Kombination mit dem Multipor Leichtmörtel Mauer­ werkskonstruktionen mit nicht brennbarem Systemaufbau nach Brandschutzklasse A2 und erfüllen damit sämtliche Brandschutzan­ forderungen. Sie entwickeln im Brandfall keine gesundheitsge­ fährdenden Rauchgase und kom­ men deswegen sehr erfolgreich bei öffentlichen Gebäuden wie Kinder­ gärten, Schulen oder Krankenhäu­ sern zum Einsatz. Die Eigenschaft der Nichtbrennbarkeit ermöglicht außerdem einen Einsatz bei bis zu 100 m hohen Mehrgeschossbauten. Es ist darauf zu achten, dass WDVS ab einer Gebäudehöhe von 22 m über Geländeoberkante nach der Brandschutznorm DIN 4102 gene­ rell nur mit einem Dämmstoff der Baustoffklasse A zu verbauen sind. Und: Aufgrund der Nichtbrennbar­ keit der Multipor Mineraldämmplat­ ten WAP entfällt der bei entflamm­ baren Dämmstoffen über 100 mm Dämmstoffdicke erforderliche Brandriegel über Fenster- und Tür­ öffnungen. Lästige und fehler­ anfällige Materialwechsel im Sys­ tem sind damit überflüssig, was zu weiteren Kosteneinsparungen führt. Tabelle 5: Produktkenndaten Multipor Sockeldämmplatte Regelwerk Europäische technische Bewertung ETA 05/0093 Trockenrohdichte 100–115 kg/m 3 Druckfestigkeit ≥ 300 kPa Querzugfestigkeit/Haftzugfestigkeit ≥ 80 kPa Wärmeleitfähigkeit λ = 0,045 W/(mK) (Bemessungswert) Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl = 3 Abmessungen 600 x 390 mm d = 100–240 mm (in 20 mm Schritten) Materialbedarf 4,3 Platten/m 2 Tabelle 6: Produktkenndaten Multipor Dichtschlämme Lieferform Sackware Druckfestigkeit ≥ 15 N/mm² Frischmörteldichte ca. 1,83 g/m 3 Schichtdicke Verklebung 5,0 mm Schichtdicke Armierung 4,0 – 5,0 mm Verbrauch: – Verkleben – Armieren 6,25 kg/m 2 6,25 kg/m 2 Gewicht pro Sack 25 kg Paletteninhalt 49 Säcke 48 Multipor WAP

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