Algenschutz bei der Fassadendämmung

Wirksame Fassadendämmung

Faktencheck 7: „Gedämmte Fassaden werden von Algen verfärbt und gefährden die Gesundheit.“

Manche Fassaden bekommen mit der Zeit einen leichten Grünschimmer. Was hat das zu bedeuten? Und – ist das gesundheitsschädlich?

Algen bilden sich dort, wo es feucht ist: Das kann auf Glas und Metall genauso sein wie auf Baumstämmen. Grundsätzlich sind Algen auf dem Außenputz ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Wand gut gedämmt ist und nicht durch die Wärme von innen nach außen trockengeheizt wird. Bei einer Fassadendämmung mit Wärmeverbundsystemen hat der Putz oft eine geringe Masse mit wenig Wärmespeichervermögen – im Gegensatz zu dicken Putzschichten bei schlechtem Wärmeschutz. Deshalb kühlt die gedämmte Fassade in der Nacht schneller ab. Dies führt dazu, dass der Feuchtegehalt dort in der Regel höher ist als auf nicht gedämmten Fassaden und Algen so schneller wachsen können. Die grüne Verfärbung hat nichts mit dem gesundheitsschädlichen Schimmel in Innenräumen zu tun, sondern ist ein rein optisches Problem.

Der Algenwuchs ist auch abhängig von der Bebauung: Stehen die Häuser dicht beieinander, so tritt der Effekt weniger auf als in stark durchgrünten und aufgelockerten Baugebieten, wo die Botanik mehr Feuchtigkeit abgibt.

Algenschutz in Fassadenfarbe. Macht das Sinn?
Manche Putzhersteller mischen den Farben Biozide und Fungizide bei, um einen Algenschutz zu erreichen. Dies ist bedenklich, da die Giftstoffe mit der Zeit ausgewaschen werden und ins Erdreich und somit ins Grundwasser gelangen. Dachvorsprünge können Abhilfe schaffen: Die Wärmeabstrahlung in den wolkenlosen Himmel und die Schlagregeneinträge werden so verringert. Eine Lösung könnten auch schwere Dickputze sein, da sie die Taupunktunterschreitung verringern. Verwendet man alkalische Kalkputze, so wird das Algenwachstum verhindert – doch nimmt die Alkalität und somit der Algenschutz mit den Jahren ab. Verwendet man als Farbauftrag auf die Fassadendämmung Farben mit infrarotwirksamen Bestandteilen, so wird der Strahlungsaustausch mit dem Weltraum vermindert. Jedoch lässt die Wirkung durch Erhöhung der Oberflächentemperatur auch hier bei Alterung nach.

Ergebnis Faktencheck 7:
Die Algenbildung auf der Hausfassade hat keine gesundheitlichen Auswirkungen, sondern ist lediglich ein kosmetisches Problem. Bisher gibt es kaum nachhaltige Möglichkeiten eine wirksame Fassadendämmung mit Algenschutz zu vereinen – mit Ausnahme von schweren Deckschichten, die auf die Dämmung aufgetragen werden.

Bei der Fassadendämmung mit dem Multipor Mineraldämmsystem stellt sich diese Frage nicht: Der mikrobiologische Befall, der durch Oberflächenfeuchte verursacht wird, entsteht bei dem mineralischen Wärmedämm-Verbundsystem von Multipor nicht. Die rasche Rücktrocknung, das hohe Wärmespeichervermögen und die Wasseraufnahmefähigkeit beugen dem Problem auf natürlich Art vor. Das mineralische Dämmsystem besitzt optimale Diffusionseigenschaften und „versiegelt“ die gedämmten Wände nicht komplett, sondern ist in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. So ergibt sich ein ausgeglichener Temperatur- und Feuchtehaushalt ganz von allein. Anders als bei vielen herkömmlichen, kunststoffgebundenen Dämmungen kann beim Multipor WDVS mit mineralischem Oberputz auf den Einsatz von giftigen Bioziden in der Endbeschichtung verzichtet werden.

PDF Download Ausgabe 10 "Algenschutz bei der Fassadendämmung"

Weiter zum nächsten Beitrag "Pflanzen als Fassaden- oder Dachdämmung"
Zurück zum letzten Beitrag "Dämmstoffrecycling in der Entwicklung"

Weitere Infos zur mineralischen Fassadendämmung mit dem Multipor Wärmedämm-Verbundsystem