MULTIPOR ist ein massiv, mineralisch und faserfreier Wärmedämmstoff, hergestellt aus Kalk, Sand, Zement und Wasser. Der ökologische und biologisch unbedenkliche Dämmstoff hat mit der Europäisch Technischen Zulassung ETA-05/0093 eine bauaufsichtliche Zulassung.
Bei Gebäuden, deren Außenwände nicht von außen gedämmt werden können, da das Gebäude oder die Fassade unter Denkmalschutz stehen oder die Fassade erhalten bleiben soll (z. B. Sichtmauerwerk), sollte auf eine Innendämmung zurückgegriffen werden. Oftmals weisen gerade ältere Gebäude mit erhaltenswerten Fassaden einen schlechten Wärmeschutz auf. Der unzureichende Wärmeschutz hat im Winter oft ein unbehagliches Innenraumklima zur Folge. Durch eine Innendämmung mit MULTIPOR Mineraldämmplatten können Wärmeschutz und Wohnbehaglichkeit erheblich verbessert werden. MULTIPOR Mineraldämmplatten besitzen zum Schutz gegen direkte Feuchtigkeit, z. B. während der Bauphase oder auch bei Schäden im verbauten Zustand, eine Massenhydrophobierung über den gesamten Querschnitt, die ein Vollsaugen des Dämmstoffes verhindert. Das sehr gute Diffusionsverhalten wird hierdurch nicht behindert. Während der Nutzung anfallendes Tauwasser innerhalb der MULTIPOR Mineraldämmplatte wird im Gegensatz zu anderen Kunststoff- oder Mineralfaserdämmplatten von den Zellwänden der eingeschlossenen und wärmedämmenden Luftporen aufgenommen und durch das natürliche Austrocknungsverhalten des mineralischen Materials wieder der Raumluft zugeführt (kapillar wirksam). Der Wärmedämmwert bleibt erhalten und der Feuchtehaushalt des Wohnraumes wird auf diese natürliche Art auch ohne die Verwendung einer Dampfsperre reguliert. Geschäumte Dämmstoffe weisen deutlich höhere µ-Werte auf und tragen deshalb nicht zur Raumklimaregulierung bei. Hinzu kommt ein nicht unerheblicher Beitrag zur Brandlast beim schlimmsten Fall, einem Wohnungsbrand.
Im Alt- und Neubau bei der ¬ Innendämmung von Außenwänden ¬ Innendämmung im Deckenbereich von: . Tiefgaragen . Kellern . Durchfahrten ¬ Aufdachdämmsysteme für Steildächer ¬ Flachdachdämmsysteme ¬ im Wärmedämm-Verbundsystem über Systemanbieter ¬ zweischaliges Mauerwerk ¬ Hohlraumdämmung von Wänden ¬ vorgehängte hinterlüftete Fassaden
Verputzen mit dem im Systemaufbau geprüften MULTIPOR Leichtmörtel als Armierungsschicht mit Gewebeeinlage. Zur abschließenden Oberflächengestaltung kann wie folgt vorgegangen werden: - Filzputzstruktur mit dem MULTIPOR Leichtmörtel als tapezierfähige Oberfläche. - Strukturedelputze in Kornstärke - Dünnschichtige Filz- oder Haftfilzputze - Gips- oder Gipsleichtputze zum Glätten.
Trockenputz mit z. B. FERMACELL Gipsfaser-Platten auf Holzlattung
Bei untergeordneten Bauteilen mit geringer Anforderung an die Oberflächenfestigkeit (z. B. Kellerdecken) können die Mineraldämmplatten direkt mit einer handelsüblichen silikatischen Farbe farblich gestaltet werden oder mit dem MULTIPOR Leichtmörtel in 2-3 mm Schichtdicke verputzt und zeitrecht gefilzt werden.
Die MULTIPOR Mineraldämmplatten sind nicht brennbar, Baustoffklasse A1 gemäß EN 13501-1 und im Brandfall rauchgastoxikologisch unbedenklich. Eine Feuerwiderstandsdauer kann für einen Dämmstoff allein nicht angegeben werden sondern ist immer im Konstruktionsaufbau zu sehen. Brandversuche an einer Stahlbetondecke mit unterseitiger MULTIPOR Dämmung in 60 bzw. 100 mm haben bestätigt, dass der Verbund der mit MULTIPOR Leichtmörtel verklebten Dämmplatten bei einer Brandbeanspruchung nach Einheitstemperaturkurve über einen Zeitraum von 120 Minuten zur Decke vollständig intakt war.
Die Dämmplatten werden mit dem geprüften Systemkleber MULTIPOR Leichtmörtel vollflächig verklebt. Bei der Verarbeitung in der Innendämmung an Wand und Decke muss der Untergrund klebefähig, d. h. sauber und frei von haftmindernden Rückständen sein. Leicht absandende oder stark saugende Untergründe müssen mit einem Tiefengrund verfestigt bzw. mit einer Grundierung / Haftbrücke vorbehandelt werden. Nicht tragfähiger Altputz, Sperrschichten oder dichte Anstriche müssen entfernt werden. Große Unebenheiten sind durch Vorputzen auszugleichen um eine möglichst vollflächige Verklebung zu gewährleisten. Bei verminderter Tragfähigkeit des Untergrundes sind die Dämmplatten mittig mit einem Tellerdübel Ø 60 mm je Platte zu sichern. Holzwerkstoff- und Gipsbauplatten sind generell keine klebegeeigneten Untergründe. Bei der Verarbeitung der MULTIPOR Mineraldämmplatten sind des weiteren die Ausführungsbestimmungen und die Verarbeitungsbestimmungen der XELLA Dämmsysteme GmbH zu beachten.
Leichte, ruhende Lasten bis 3 kg können mit dem MULTIPOR Flachdübel oder handelsüblichen Dämmstoffdübeln im Abstand von 500 mm direkt in der Mineraldämmplatte befestig werden. Schwerere Lasten müssen durch den Dämmstoff hindurch im Untergrund verankert bzw. verdübelt werden. Ebenso würden Holzlatten durch MULTIPOR hindurch verankert werden, auf denen dann z. B. FERMACELL Gipsfaser-Platten montiert werden. Hinsichtlich der Befestigung der Holzlatten und des Trockenputzes sind die Verarbeitungsanleitungen der Plattenhersteller zu beachten.
Die Mineraldämmplatten mit den Abmessungen 600 x 390 mm werden in den Dicken von d = 60 / 80 / 100 / ... / 200 mm zusammen mit dem Systemzubehör MULTIPOR Leichtmörtel als Klebe- und Armierungsmörtel, dem MULTIPOR Armierungsgewebe und dem MULTIPOR Füllmörtel über den Baustofffachhandel vertrieben. Nähere Auskunft hierzu bekommen Sie vom Fachberater in Ihrer Nähe oder von der Xella Kundeninformation (freecall).
Nein, bei MULTIPOR handelt es sich um einen Dämmstoff, der ausschließlich zum Zweck der Wärmedämmung eingebaut bzw. auf tragfähigen Untergrund verklebt werden darf.
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